Landesturnfest 2018 in Weinheim

Ein sportliches Großevent 2018 in der Metropolregion Rhein-Neckar, an dem die Volleyballer des TV Viernheim nicht beteiligt sind? Ein absolutes No-Go! Seien es der legendäre Abschlussspieltag der Mixed 1, der weltberühmte City-Lauf in Viernheim mit anschließendem Turnier in Wald-Michelbach oder die Bundesjugendspiele, auf die wir unsere jüngsten Stars geschickt haben – wir haben überall gezeigt, dass mit nicht uns nicht gut Abmuscheln ist. Und wenn sich unsere aktiven Mitspieler ins Ausland verlaufen, vertreten halt die Eltern unserer Kids den Verein beim Dämmer-Marathon in Mannheim.

Daher stand auch außer Frage, dass das Weinheimer Turnfest ohne uns stattfinden durfte. Auch wenn uns bewusst war, dass wir in die sehr großen Fußstapfen der beiden Turnfest-Veteranen Jan und Jörg treten würden, wollten diesmal Benni und ich diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen.

Wer nun glaubt, dass es sich ja nur ein kleines Hobbyturnier handelt, bei dem man sich einmal anmeldet und dann bis zum Start nichts mehr tut, kennt die Mixed 1 schlecht. Unzählige Sonn- und Feiertage wurden für das knüppelharte Training geopfert und das Zinksche Trainer-Duo ließ keine Patzer durchgehen, bis Benni schon anfing, von den Stunden im Sand zu träumen.

Alles schien auf einem guten Weg zu sein, doch dann kam der große Schock: Völlig überraschend stellte sich heraus, dass in Niedersachsen Fronleichnam nicht als Feiertag gilt... was zur Folge hatte, dass Benni sich keinen Brückentag nehmen konnte! Alles stand auf der Kippe. Sollte die ganze harte Arbeit umsonst gewesen sein?

Noch am Mittwoch vor dem Turnfest herrschte großes Bangen, doch dann kam die erleichternde Zusage: Dank der Flexibilität und dem riesigen Verständnis seiner Familie (Danke, Kathleen!) konnte Jörg einspringen und die Teilnahme war gerettet.

Und dann war der heiß ersehnte Tag endlich da. Um 8:00 Uhr (ich wiederhole: um ACHT Uhr morgens an einem Brückentag, an dem andere Menschen in Ruhe ausschlafen) ging es zum ersten Mal aufs Feld. Schon die ersten Ballwechsel waren ein Sinnbild dafür, was für den Freitag gelten sollte – hier ging es nicht um die beste Leistung, sondern darum, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Die Gruppe A war von der Leistungsstärke nicht wirklich das Highlight. Die guten Mannschaften des Morgens mit den heimlichen Turnierfavoriten aus Heidelberg schmissen sich zwei Felder weiter in der Gruppe C gegenseitig aus dem Turnier.

Nach vier deutlichen Siegen stand gegen Mittag fest, dass es am nächsten Tag in der Finalrunde weitergehen würde. Da uns noch einiges an Kraft blieb, ging es nach einem Abstecher auf die anderen Wettkampfstätten bzw. nach Hause gleich noch einmal zurück in den Sand – diesmal auf die heimatlichen Felder des VTV.

Wie bereits am Tag zuvor begannen wir auch am Samstag mit kurzer Verspätung den Wettkampf um 8:00 Uhr. Und hier endeten die Parallelen, denn  dieser Tag sollte ganz anders verlaufen als der erste. Es wurde nur auf einem Feld gespielt, die Sonne brannte auf die Spieler hinab – und das Niveau war nicht einmal im Ansatz vergleichbar. Heute standen statt der Hobby-Volleyballer lauter aktive Spieler auf dem Feld und das merkte man sofort. Kein noch so kleiner Fehler wurde verziehen und es wurde von allen alles gefordert. Der Dank? Wunderschöne Ballwechsel, die einem zeigten, warum man Beachvolleyball spielt.

Jörg und ich holten alles aus uns raus – und noch ein bisschen mehr. Mit höchster Konzentration und unbedingtem Siegeswillen schafften wir es nicht nur aus der Finalrunde in das etwas chaotische Double-Out-System, sondern bis ins Finale. Die gegnerische Paar hatten wir bereits einmal am Vormittag mühevoll geschlagen, doch diesmal waren sie durch den Gewinn im Halbfinale gegen ihre Teamkameraden in einer absoluten Hochphase, so dass der erste Satz dank wunderschön mit Auge gespielter Bälle eindeutig verloren ging. Nun hieß es noch einmal die Zähne zusammenbeißen und die letzten Reserven zu aktivieren, um sich würdig aus dem Turnier zu verabschieden. Der Dank war ein knapper zweiter Satz, den wir zwar ebenfalls verloren, der aber noch einmal riesig viel Spaß gemacht hat.

Mit der Silbermedaille (die eigentlich nur eine Teilnahme-Medaille war, aber psst) um den Hals ging es dann noch einmal auf das Festgelände, um gemeinsam mit unseren Fans* zwei wunderschöne Tage mit ein paar Bierchen ausklingen zu lassen.

Mein Fazit: Das nächste Landesturnfest kann kommen!

 
*Ein großes Dankeschön an unseren Fan Nr. 1 Jan, der uns beinahe die ganze Zeit über zur Seite stand, und Clemens, Anne und Zoe, die uns in den letzten Spielen von außen noch einmal voranpeitschten. Und natürlich an Horst und Christa vom HTV, die nach dem eigenen Ausscheiden nie an uns gezweifelt haben.

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